Bensen [Australien 22.12 bis 06.02.09]

Berichte vom Besuch beim Partenr im Ausland.

Bensen [Australien 22.12 bis 06.02.09]

Ungelesener Beitragvon bensen » Mär 15, 2009 15:54

Dann will ich mal den Anfang machen… So habe ich meine Zeit in Australien erlebt. Ich hab mir drei Wochen Zeit gelassen um meine „vorläufigen“ Eindrücke niederzuschreiben. Vielleicht verfasse ich demnächst einen zweiten Bericht, nachdem die Eindrücke und das Erlebte etwas sacken konnte!

Aalso ich muss sagen, bei mir/uns ging es drunter und drüber. Als ich in Sydney ankam (24.12.08), durch alle Kontrollen war und am Ausgang stand, sah ich hunderte Leute, die auf Ihre Angehörigen warteten, nur wer hat gefehlt. Meine Freundin war nicht da... beim durchschreiten des EXITs mahlte ich mir schon meinen monatelang bestehenden Traum aus. Sie gleich laufend in den Arm zu nehmen, die Tasche einfach fallen lassen und sie zu küssen. Tja, damit war dann schon mal Essig!
Das war schon eine extreme Enttäuschung in der ersten Sekunde, die ich aber nicht lange wirken ließ, weil ich wusste die musste über 6 Stunden mit dem Bus fahren und dann einen Zug nehmen um zum Flughafen zu kommen. Von daher war mit einer Verspätung zu rechnen!
Also rief ich sie an, weil ich nicht recht wusste was ich machen sollte, da sie alle Unterlagen hatte, wo unser Camper abzuholen ist usw.: es klingelte so lange bis der AB ranging, wo ich nur dachte, so n Scheiß. Weil jedes Mal wenn der rangeht, wird es jetzt mit meinem deutschen Handy richtig teuer. So wartete kurz und rief noch mal an und erlebte das gleiche Spiel noch mal! Danach schrieb ich noch eine SMS auf die auch keine Antwort kam. So bleib mir nichts anderes übrig als zu warten. Etwa 20-30min. vergingen, in denen ich mir die Beine auf ein und demselben Fleck vertrat. Und plötzlich stand sie da….
Und im ersten Moment war ich geschockt, aus meiner superschlanken und sportlichen Freundin ist ein echter Mops geworden. Ich weiß das ist scheiße von mir das zu sagen aber es war so und das enttäuschte mich schon extrem, da ich ja in den wartenden 5 Monaten 4x die Woche im Fitnessstudio war, wobei ich es nicht im geringsten nötig hatte. Trotzdem freute ich mich sie wieder zusehen, wobei es doch war, als würde ich jemand fremdes küssen. Was das Zwischenmenschliche anging, war es natürlich gleich wie früher und wir nahmen den nächsten Zug in die Stadt unseren Wagen holen.
Nachdem alle Formalitäten abgeklärt waren, fuhren wir mit dem Camper von dannen. Und ich dachte in den ersten 10Minuten: „Der urlaub ist gelaufen“ das krieg ich nie hin, mit dem Auto auf der linken Seite und dem Lenkrad auf der rechten zu fahren. Das war so ungewohnt zu fahren, zu schalten und zu blinken, dass ich schon Bammel und Panik schob. Lange rede kurzer Sinn, nach drei Tagen fuhr ich total damit und nach drei Wochen, so als hätte ich nie was anderes gemacht als so zu fahren. Jedoch zoffte ich mich in den ersten fast bis zur dritten Woche beinahe täglich mit meiner Freundin. Wir konnten es uns kaum erklären wieso. Zumeist ging der Streit von mir aus. Ich fühlte mich z.T. so sehr genervt von meiner Freundin, weil ihr gar nichts gepasst hat. Sagte ich Ja, meinte sie nein. Hat sie mich gefragt was ich will, wurde glatt das Gegenteil gemacht. Soll heißen, dass keiner auf den anderen hörte oder richtig Rücksicht nahm und das war ja nicht normal. So mussten wir erst mal reden und versuchen uns das zu erklären und stimmten überein, dass wir uns wohl nach so langer Zeit uns aneinander gewöhnen mussten. Da jeder, nach seinem eignen Kopf lebe und das zusammen natürlich nicht ganz so einfach ging. Zudem war ich die ersten drei Wochen im australischen Straßenverkehr so angespannt und so sehr gereizt, dass ich eh schon gekocht habe. Zumeist schon wegen kleinen Dingen. So konnte ich die ersten beiden W. gar nicht richtig genießen. Weil die verantwort bei mir lag, dann fast regelrechter Druck immer gewisse Strecken zu schaffen und das wir auch was Schönes sehen. Meine Freundin hat den Navigator gemimt und ich muss sie echt loben, wie sie die karte gelesen hat, war der Wahnsinn, das kriegt nicht mal n Kerl so hin. Also ich hätte das niemals so hinbekommen. Scheiße fand ich aber, dass sie bei jedem dritten Mal Links und Rechts verwechselte. Ich weiß nicht wieso, aber das war richtig kacke und bescherte uns immer Umkehraktionen. Nichts desto trotz ging es aber der dritten Woche Berg auf. In jeglicher Sichtweise. Nur die Gewichtszunahme hat mich extrem gestört, damit hab ich nicht in dem Maße gerechnet und machte meine Freundin auch nicht sonderlich ansehnlich, wobei sie zuvor echt heiß war. Aber in der dritten Woche stellte sich heraus, dass sie auf einmal mehr wog als ich und in den letzten 5 Monaten knapp 13 Kilo zugenommen hatte. Und das ist echt sehr viel, besonders, wenn man das Gewicht der Zunahme einfach mal in die Hand nimmt. Irgendwann sagte ich mir und auch ihr, dass es mir nun für die kommenden drei W. scheißegal sei und wir die Zeit genießen wollen, weil sonst, wäre ich noch bekloppt geworden und dann ging es wirklich gut. Wir haben so viel gesehen, dass glaubt man kaum. So viel schönen und so viel Krasses!
Ich weiß nicht ob ich das alles aufschreiben werde, es ist einfach zu viel, viel lieber würde ich eure Fragen beantworten für den Fall, dass ich welche habt. Sprit habe ich am billigsten für umgerechnet 50Eurocent bekommen. Die rede ist von Super/Liter. Danach habe ich etwa 60Eurocent bezahlt. Ich war echt begeistert, wie schön dort alles war, was man alles machen kann und konnte, wie scheiße nett die Leute dort sind. Was mich aber auch gestört hat, denn es war sehr oft übertrieben regelrecht schleimig, wenn meine Freundin sich am Tel. mit Freunden unterhalten. Überschwänglich höflich und übertrieben schleimig. Und es ging mir tierisch auf den Sack das dich jeder, wenn er dir begrüßt hat, Floskel mäßig gefragt hat „Hi, wie geht’s?“ Anfangs habe ich das noch beantwortet, aber nach drei Tagen habe ich das dann auch ignoriert! Was aber noch krasser war, wie viele Deutsche doch in dem Land sind, Tausende, manchmal hat es ewig gedauert, mal einen Australier anzutreffen oder einen, der englisch gesprochen hat.
Aber auf eine Art kann ich die Jungs hier auch beruhigen. Die meisten deutschen Mädels, die ich angetroffen habe, die einen Freund zu Hause haben, waren auf viel aus, aber nicht darauf mit anderen rum zumachen und die ihre Männer zu Hause echt liebten und deren Beziehung schätzen. Dort wurde mir dann auch klar, dass der Kontakt zum anderen Geschlecht und das zusammenleben undausweichlich war. Bsp: In Brisbane mussten wir uns zwangsweise in ein Hostel einbuchen. 6 Bett Zimmer gemischt. Ich will nur so viel sagen das Zimmer war voll und ich war quasi der einzige Kerl im Raum. Aber ich war echt schockiert von dem Hostel. So etwas Keimiges habe ich noch nie gesehen. Das Zimmer ging ja, aber die Küche war ja pervers dreckig. Ich will gar nicht mehr davon berichten, aber mir wurde dann ach klar warum sich Kakerlaken da so wohlfühlen. Und das war kein mieses Hostel, das wird sogar empfohlen und liegt genau schräg gegenüber dem Bahnhof!
Neben so vielem schönen wie dutzende Strände, Tiere, Pflanzen, so schönem Wetter und das gesamte Outback fand ich den Kiffer Ort Byron Bay am miesesten. Er hat den Namen „Kiffer Ort“ wahrlich verdient und das einzige was ich wollte, war, einfach nur weg da. Bondi Beach soll ja unbedingt ein Muss sein, jeder der in Down Under ist, soll da mal hin. Jedoch ist es nicht sonderlich spektakulär. Ein Riesenstand und mehr Menschen als alles andere, Surfer die sich zur Schau stellen und viele knackige Körper. Also eher eine Fleischbeschau. Mich hat, wie schon gesagt, die Aussicht von einem nahe gelegenem berg viel mehr gereizt. Genauso wird von dem Ort Surfers Paradise so geschwärmt. Und ich muss auch hierzu sagen, absolut nichts besonders. Eine Stadt sehr verbaut, und immer noch in der Mache, sehr überlaufen und der Strand ist von allen die ich in Australien gesehen habe, der mieseste und dreckigste! Also dort hat es mir fast genauso wenig gefallen wie in Byron B. Trotz dessen war Australien an sich der Hammer. Ich empfehle es jedem, jetzt wo ich da war und ich kann unsere Mädels verstehen, warum sie da sind und evt. Auch länger bleiben wollen. ABER, jetzt kommt es ja, alles was ich gesehen habe und vielleicht auch unsere Mädels sehen, ist zumeist und/oder sehr oft nur Einseitig. Ich war jetzt nur als Urlauber da. Natürlich waren wir auch noch bei einer älteren Australierin zu Besuch und habe mir auch ein Bild von dem Familienleben gemacht. Da wurde mir halt nur gezeigt, dass die Gehälter doch in einigen bereichen bedeutend höher sind, als ein deutsches. Was mir aber wohl am deutlichsten vor Augen geführt worden ist, wie scheiße Kinderfreundlich doch dieses Land ist. Was zur Folge hat, dass ein Paar mindestens 2 Kinder hat. Und dass schon im jungen alter. Der Satz ist 2-3 Kinder. Es gibt halt überall Familienfreundlichen Campinggrounds. Die Australier lieben ihr BBQ! Genauso fahren so viele Fahranfänger so dicke Autos, dass ich nicht schlecht geguckt habe. 90% fangen mit einem Wagen an mit etwa 150PS bis 180 und die Grenze liegt bei 250. Was sie hier kaum einer von den Steuern geschweige von den Spritkosten leisten kann. Sicher gibt es auch die normalen mit kleinem Auto, aber in der Regel, waren es großmotorig, aufgemotzte Karren. Oder was sonst sehr auffällig war, große Geländewagen, die aber nie die Offroad noch das Outback gesehen haben.

So von meiner Seite soll das erst mal der erste Auszug sein. Ich hab noch so viel zu berichten. Viel lieber würde ich aber auf Fragen antworten.
Morgen schreibe ich erst mal was zu unseren Campern!
Bis dahin könnt ihr euch ja das Best Of der geschossen Bilder ansehen:

http://wiebkeinaustralien.wobistdujetzt.com/

Und es geht weiter, heute wollte ich mich zu den beiden Campern auslassen. Mit dem ersten Tag in Sydney fing ja auch unser Camperdasein an. Den ersten hatten wir ja schon vorab für 18 Tage Tour bestellt von „Traveler Auto Barn“ echt sehr schöner Wagen gewesen, mit 8000km so gut wie neu. Hat auch echt Spaß gemacht damit zu fahren, hatte ein tolles Design und kam bei den Leuten echt gut an. Mit dem sind wird, was ich Anfangs für viel hielt 1900km gefahren. Sydney – Brisbane (alles was sehenswert war) Wir haben so gut wie jeden Abend am Strand halt gemacht, so gegessen, übernachtet und auch den Sonnenaufgang miterlebt! Danach sind von Brisbane mit dem Flieger nach Alice Springs geflogen. Dort wurde ich das erste Mal mit diesen penetranten Fliegen konfrontiert und mit brüllender Hitze und stehender Luft. Der Ort erscheint auf den ersten Blick wie eine Geisterstadt. Hitze, wenig Einwohner und ein charmantes Gefängnis machen den Ort nicht gerade attraktiv. Es wird gewarnt, den dort angesiedelten Aborigines zu nahe zu kommen, da sie wohl nicht vor kriminellen Handlungen zurückschrecken würden. Überzeugen konnte ich mich davon nicht. Diejenigen die wir dort gesehen haben erschienen harmlos, wobei die dortigen Gruppen einen schon optisch taxierten. Ich begnügte mich lediglich bei blutiger Hitze mit einem Eis bei MC D. Am darauffolgenden Tag, wurden wir um 5Uhr in der Früh von Adventure Tours abgeholt und machten und auf die 750km lange Tour bis um Uluru, wo wir es an dem Abend noch schafften den Sonnenuntergang dort mitzuerleben! Die Tage darauf machten wir das Outback unsicher und sahen alles was sehenswert war. Wurden kulinarisch mit Emuburger, Kangeroo und Kamelwurst verwöhnt. Am Ende der Tour kamen wir in Adelaide an. Dort mussten wir zwei Tage nächtigen und fanden auch ein recht gutes Hostel.
Am zweiten und letzten Tag dort holten wir dann auch unseren zweiten Camper von Wicked, von dem wir zutiefst enttäuscht waren! Dass der Wagen älter sein würde wusste ich / wussten wir, aber so eigentlich nicht. 263000km runter und die absolute Schrottkiste. An dem Wagen gab es eigentlich nichts, was noch richtig heil war. Der Lack war z.T. ab, die ganze Kiste war dermaßen dreckig das einem hätte schlecht werden könne, kein Atlas, keine ordentlich eingerichtete Küche, alles nur Provisorium, kaputtes Türplastik. Ab und an defekte Armaturanzeigen, durchgelegne Matratzen. Schlimmer fanden wir dann aber doch den Schimmel im Wagen, den entfernten Dachhimmel, der durch bloße Pappe ersetzt worden und angesprüht worden ist. Die vier Steinschläge an der Frontscheibe, den abgerissenen Heckscheibenwischer, die defekten Frontscheibenwischer die fehlende Servolenkung, die verbeulte und verzogene Heckklappe inklusive Loch und vor allem das schlimmste die verzogene Lenkung. Ich musste 20 - 30° nach rechts auf den rechten Holm lenken, damit der Wagen grade fuhr. Die Heckklappe war so sehr verzogen durch einen Auffahrunfall, dass sie nur noch auf der rechten Seite des Wagens richtig verschlossen war und auf der linken einen 4cm Spalt hatte. Also da war ich richtig mies drauf und echt von den Socken. Am Ende hat aber für mich nur gezählt, dass ich meine Freundin und mich heil an unser Zeil bekommen würde und das hat ja auch noch geklappt. Bis auf das mir ab und an die Armaturanzeigen ausfielen und einmal der Wagen bei starker Hitze wegen Überhitzung liegen geblieben ist. Er hat uns immerhin 3500km von Adelaide nach Sydney gebracht.
Aber viel schlimmer als das, war der letzte Tag mit meiner Freundin in Australien. Für mich und wahrscheinlich auch für meine Freundin war der Abschied noch viel viel schlimmer, als der hier in Deutschland. Nicht allein der Abschied war der Grund, denn hierzu ist eine kleine Vorgeschichte von Nöten!
Am Tag vor meiner Abreise, organisierte ich mit meiner Süßen ihre nächsten Aktion in Australien, so fliegt sie morgen für eine W. nach Tasmanien, danach ist Kangeroo Island dran und danach auf unbestimmte Zeit Perth. Na ja, nachdem das abgearbeitet war, bestand sie darauf, dass sie meine Tasche für die Heimreise packen möchte, da es dann ordentlich(er) sei und ich mehr mitbekommen würde und es so viel schneller gehen würde, damit wir im nachhinein noch mehr Zeit für einander hätten. Gesagt getan und der nächste tag fing früh an sodass uns um dreiviertel sieben morgens das Shuttle für 10$ zum Airport fuhr. Dort angekommen, bat ich meine Freundin darum, mir schon mal meinen Pass aus dem Rucksack zu geben. Sie meinte, den könnte sie mir auch noch später rausgeben. Na gut dachte ich mir, warte ich bis ich in der Schlange am Schalter bin. Kaum hinten an der Schlange dran, bat ich sie wieder mir meinen Pass zu geben, ich wollte ihn einfach schon mal bereithalten. Darauf hin meinte sie wieder, sie holt ihn raus wenn dran sein. 20min. später waren nur noch 2 Personen vor mir und ich fragte wieder nach meinem Pass, den sie mir dann auch rausholte. Scherzhaft sagte sie dann, ob das auch deiner ist und wir lächelten und an und ich sagte noch salopp „wehe nicht“ sie klappt ihn auf und uns verging augenblicklich das Lachen, als wir ihr Bild in dem Pass sahen.
Ich wurde augenblicklich still und kurzzeitig schien die Zeit stillzustehen und die Erde hätte zu drehen aufgehört. Und dann ging alles ganz schnell, wir kommentierten diesen Umstand mit dem Wort „Es Zeh Ha“ warfen ein Blick auf die Uhr. Sie rannte sofort los und meinte das schafft sie und sie entschuldigte sich mit einem Blick der einen Mann zu weinen bringen könnte. Weil man gesehen hat wie leid ihr das tut und wie hilflos sie doch sein. Und schon war sie weg… packte ihren Ausweis und meinte in einer Stunde sei sie wieder da und rannte.
In der Zwischenzeit ging ich zum Schalter und erklärte der Frau das uns ein mistake passiert sei. Das ich meinen Führerschein und Dokumente dabei hätte auf denen stehen würde, dass der Flug bezahlt sei und alles auf meinem Namen laufen würde. Sie meinte nur: „Keine Chance“ Ich bräuchte meinen Pass. Ich schilderte ihr noch die Umstände und sie meinte, etwas über eine Stunde hätte ich noch Zeit, bevor das Terminal schließen würde So blieb mir nichts anderes übrig als mich auf die nahe stehende Bank zu setzen und zu warten. Meine Freundin musste in der Zeit, zu der Bahnstation laufen, ein ziemlich teures Ticket lösen, in die Stadt fahren von dort aus bis zum Hostel laufen, wieder zurück, wieder ein Ticket lösen wieder bis zum Flughafen fahren und wieder bis zum Terminal rennen. Meine Ungeduld wurde immer größer und 10min. (über eine Stunde später) bevor das Terminal schloss, hatte ich mein Ticket. Meine Freundin erlitt indessen fast einen Zusammenbruch vor Erschöpfung und machte beinahe Anzeichen für Hyperventilation. Während die Tante vom Schalter meine Daten nun kontrollierte, meine Tasche für den Flug markierte und mein Ticket druckte. Ließ ich alles von mir fallen, ließ alles egal sein, und kümmerte mich ausschließlich in den Arm. Sie fing augenblicklich an zu wimmern und entschuldigte sich in einer Tour wie ein verängstigtes Kind, ich meinte nur, sie soll jetzt ganz viel trinken und niemand hätte Schuld, wenn dann ich, denn es ist mein Pass und darauf hätte ich zumindest achten können. In dieser Verfassung musste ich sie dann kurz auf der Bank auf der ich zuvor saß zurücklassen. Denn ich musste, so doof es klingen mag kurz aufs Klo. Danach widmete ich mich, wieder meiner Freundin. Und dann ging es erst richtig los. Sie stellte fest das wir nicht mal mehr 20min. hätte, bevor der Check In losgehen würde und ich ins Flugzeug müsste.
Da bekam sie dann einen regelrechten Heulkrampf, was echt schlimm für mich war. Da kann man nicht anders, als dass einem auch die tränen wie verrückt laufen. All die 6 Wochen kamen einem dann so nichts erfüllend und viel zu kurz vor! Mir erschein es, als hätten wir die Zeit nicht eine Sekunde genutzt und alles was ich gemacht habe, war zu wenig, was natürlich nicht so war. Ich tröstete meine Freundin, wie es mir nur möglich war und sie machte sich selbst fertig mit Vorwürfen, dass unsere letzte gemeinsame Stunde durch diese Aktion verloren ging und dann wir in den letzten 6W. nicht einmal so lange getrennt waren.
Jungs, wenn einem diese Worte und diese Gedankengänge nicht vermitteln, dass man über alles geliebt wird, dann weiß ich auch nicht wie man es sonst anders vermitteln kann.
Ich nahm sie ganz fest in den Arm und biss mir fürchterlich auf die Zähne, dass ich das halbwegs überstehen würde. Selbst jetzt kommen mir beinahe noch die Tränen. Sie so zurücklassen zu müssen. Ich hoffte nur, dass sie jetzt damit klarkommen würde.
So durchschritt ich die Tür zum Check In und sagte sie darf sich nicht mehr umdrehen… ich tat es aber und sie blieb stark, und ging weinend nicht zurückblickend davon! Total verheult musste ich dann durch eine weitere Passkontrolle und die Handgepäckkontrolle, bis es dann weitere 15min. später in denen ich mich akklimatisieren konnte in den Flieger ging. Am Gate schrieb ich meiner Süßen noch schnell eine SMS und im Flieger tippte ich auch noch eine. Während des zehnstündigen Fluges, hatte ich Zeit mich zu fangen und in Shanghai war auch wieder alles gut und von dort aus rief ich meine Freundin noch mal an. Indessen hatte sie sich auch wieder im Griff, war aber doch verpeilt wie sie meinte. Verlief sich zwei Mal auf dem Rückweg und wusste ohne mich nicht wirklich was mit sich anzufangen.

Jetzt ist natürlich wieder alles gut und ich glaube diese Beziehung war nie inniger als jetzt! Und ist was für die Ewigkeit!
Bensen
Seit Tagen ein echter Drecksack 360 Tage überstanden!
Benutzeravatar
bensen
>> Drecksack <<
>> Drecksack <<
 
Beiträge: 138
Registriert: 03.2009
Wohnort: Greifswald / Stralsund
Geschlecht: männlich
Ankunft: 16. Jul 2009
Wartezeit: 12 Monate
Besuch: 24.12.2008 - 16.02.2

Re: User berichten über ihren Australien Besuch

Ungelesener Beitragvon VoggeRox » Mär 17, 2009 17:39

Also dass mit der Scheiß überfreundlichkeit kann ich gern bestätigen, obwohl es mich nicht wirklich so sehr generft hat. Leider hast du den selben Fehler wie ich gemacht und die ostküste hoch oder runter gefahren bist. Meine Freundin erzählt mir zur zeit gerade dass sie in der westküste ist und dort sind fast keine deutsche und die strände sind nicht überfüllt. Auserdem haben die dort auch ein schönes riff und man kann sehr viel anschaun.
Zu meiner reise ist zu sagen, dass ich und meine Freundin uns super verstanden haben in Australien besser wie hier ^^. Weiß noch wie wir uns ein paar mal gefragt haben, wann der große streit kommt. Aber da jeder auf den anderen eingegangen ist und wir beide fast das selbe sehen wollten war da nicht wirklich ein plroblem vorhanden. Was ich jedem empfehlen kann an der Ostküste ist Whitsunday Island mit dem schönsten strand den es gibt. Glaub der heißt Whitehaven beach. Dann noch Magnetic Island der Menschenleere strände hat . Mit den Hostels kann ich nur eins raten nehmt die YHA Hostels sind zwar teurer aber dafür sauber. Man bekommt ein doppel zimmer für ca 60 dollar und einen dorm meistens für 25 dollar (dorm ist pro person). Was ich am schluss noch hinzufügen muss !!! Wenn man viel sehen will dann kommt man mit 3 oder 4 wochen nicht weit. Es gibt einfach zu viel zu sehen und das Land ist einfach viel zu groß. Wenn ich nochmal hinfahren würde dann würde ich eher die westküste machen ist einfach nicht so mit touris vollgestopft. Auserdem würd ich mir dafür mehr zeit nehmen. Denn von einem ort zum anderen zu hetzen ist nicht wirklich schön.
Und ich kann wie bensen bestätigen dass die mädels dort einfach nicht wirklich danach suchen dass da unten was geht, weil wegen dem sind sie nicht wirklich runter gefahren.


ach ja sorry wegen schlechter grammatik oder rechtschreibfehlern ^^
Benutzeravatar
VoggeRox
>> Drecksack <<
>> Drecksack <<
 
Beiträge: 4
Registriert: 03.2009
Geschlecht: männlich
Wartezeit: Monate
Wohnen zusammen: Nein

Re: Bensen [Australien 22.12 bis 06.02.09]

Ungelesener Beitragvon chrischi » Feb 15, 2010 23:33

So Bensen, ich muss gestehen, ich habe mir erst jetzt deinen Bericht durchgelesen, da ich nie die Zeit dafür hatte. Aber ich konnte soviel wiedererkennen. Aber Glücklicherweise von der anderen Seite aus :D . Wir hatten nen nen 2 Jahre alten Camper von Britz. Diese Wicked Dinger haben wir ab und zu gesehen und waren froh, soeinen nicht zu fahren.. Gut, dafür hat unserer warscheinlich auch 1000€ mehr gekosten..
Diese Arschfreundlichkeit kann ich auch nur bestätigen und mir hat ist sie nicht aufn Sack gegangen, aber ich fands trotzdem übertrieben. Naje, andere Mentalität eben.
Schade finde ich wirklich, dass ihr ja echt von einem Ort zum anderen gehetzt seid. Ich weis nicht, aber das wär mir glaub ich zu stressig gewesen. Grade im "Lay-back" land :D Wir sind in den 3 Wochen, in denen wir den Camper hatten bestimmt grade mal 1600 km gefahren, und haben immer irgendwas gesehen. Und davon auch nur den Süden von WA (alles südlich von Perth).
Der Abschied war bei uns auch sehr verheult, zum Glück aber nicht mit so einer Panne.. oh mann ich wäre echt verrückt geworden!!! :D
Wennde Lust hast, kannste dir ja mal meinen Bericht durchlesen und ich hoffe, er ist deiner würdig ;)

also bis denne,
chrischi
HAHA.. Ich bin ja so ein Drecksack Drecksack... und das seit Tagen!!! :D :D :D
Benutzeravatar
chrischi
>> Drecksack <<
>> Drecksack <<
 
Beiträge: 161
Registriert: 07.2009
Highscores: 1
Geschlecht: männlich
Stimmung: Yippie! .
Land: Australien
Ankunft: 24. Apr 2010
Wartezeit: 10 Monate
Besuch: 15.3.10 - 14.4.10
Wohnen zusammen: Ja


Zurück zu "Ich war dort!"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Beteilige Dich mit einer Spende
cron